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Das kleine 1x1 der Leopardgeckos

Vor der Anschaffung eines Leopardgeckos sollte sich jeder angehende Halter ein paar Gedanken über seinen zukünftigen Schützling machen. Mit diesem Artikel soll allen Einsteigern ein kleiner Überblick über die Bedürfnisse von Leopardgeckos und das anzuschaffende Equipment gegeben werden.

Leopardgecko mit Snake-Eyes | Gecko-Onkel
Leopardgecko mit Snake-Eyes | Gecko-Onkel

Warum Leopardgeckos?

Ja, warum denn auch nicht? 😉 Aber sind Reptilien wirklich das Richtige für mich? Um diese Frage zu beantworten bietet dieser Artikel einen kleinen Überblick über die Haltung von Leopardgeckos.

Zuerst sollte man sich dieselben Fragen stellen, wie vor der Anschaffung eines jeden anderen Haustieres auch:

  • habe ich Zeit und Platz dafür?
  • kann ich den Unterhalt bezahlen?
  • sind eventuelle Tierarztbesuche ein Problem?
  • bin ich mir der damit verbundenen Verantwortung bewusst?

Wenn das alles kein Problem ist, dann sollte man sich noch über die besonderen Bedingungen von Reptilien Gedanken machen. Denn wie jedes Tier haben auch Geckos bestimmte Bedürfnisse, die man als Halter erfüllen muss.

Der wichtigste Punkt gleich vorweg: Leopardgeckos sind, wie alle Reptilien, keine Streicheltiere!

Wer also ein Tier sucht um damit zu spielen, es zu streicheln oder Gassi zu gehen, sollte sich eher mit dem Gedanken anfreunden sich einen Hund oder eine Katze anzuschaffen. Wer jedoch seine Freude an kleinen, unkomplizierten und immer lächelnden Reptilien hat und gerne den Tieren beim werkeln im Terrarium zuschaut, für den sind Leopardgeckos genau das Richtige 😉

Wo und wie leben Leopardgeckos?

Leopardgeckos gehören zu den Steppenbewohnern und sind perfekt an die dortigen Bedingungen angepasst. Ihr Ausbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südwesten Asiens von Syrien/Irak über Pakistan bis hin zu Ost-Indien. Bei dem in der Terraristik unter dem Trivialnamen "Leopardgecko" bekannten Gecko, handelt es sich meistens um die Art mit dem wissenschaftlichen Namen: Eublepharis macularius. Diese Art ist hauptsächlich in Pakistan anzutreffen. Entgegen mancher Behauptung sind Leopardgeckos keine Wüstenbewohner. Ihr Lebensraum ist zwar felsig und karg bewachsen, aber keine trockene, sandige Wüste.

Steppe - Aufgenommen bei Khuzdar, Pakistan
Lebensraum in Khuzdar, Pakistan | Yousif Aziz (15. Mai 2016) | CC BY 3.0

Leopardgeckos sind in der freien Wildbahn dämmerungs- oder sogar eher nachtaktiv. Tagsüber verstecken sich die Tiere gerne unter Steinen oder in Felsspalten. In Gefangenschaft, ohne natürliche Fressfeinde, werden die Tiere aber schnell zutraulich und sind auch tagsüber im Terrarium unterwegs. Dennoch ist ihre Hauptzeit, in der sie aktiv auf die Jagd gehen, eher die Dämmerung.

Leopardgeckos können sehr alt werden. In Gefangenschaft werden die Tiere bei guter, artgerechter Haltung ca. 20 Jahre alt. Der älteste bekannte in Gefangenschaft lebende Leopardgecko war im Jahr 2016 stolze 37 Jahre alt.

Was benötigt man für eine artgerechte Haltung?

Damit die Haltung so gut wie möglich der natürlichen Lebensweise von Leopardgeckos entspricht, sind folgende Punkte zu beachten:

  • man benötigt ein Terrarium in einer angemessen Größe.
  • die Ausstattung im Terrarium sollten dem Tier ähnliche Möglichkeiten bieten wie der natürliche Lebensraum. Die Optik ist dabei zweitrangig.
  • für eine ausreichende Wärme im Terrarium muss gesorgt werden.
  • eine Beleuchtung des Terrarium sollte tagsüber vorhanden sein.
  • Zugang zu Wasser und Calcium muss gewährleistet sein.
  • Verstecke und Höhlen mit feuchtem Substrat sind essentiell für die Häutung der Tiere.
  • als Fleischfresser fressen Leopardgeckos nur Lebendfutter.
  • Mineralien und Vitamine als Futterzugabe sorgen für ein starkes Immunsystem.
  • Leopardgeckos halten Winterruhe, jedoch keinen Winterschlaf.

Was muss man beim Terrarium beachten?

Im Terrarium verbringt ein Leopardgecko sein komplettes Leben, daher sollte auf dem Terrarium und dessen Ausstattung ein besonderes Augenmerk liegen.

Folgendes gilt es dabei zu beachten:

  • keine ausgemusterten Aquarien verwenden, da diese keine Belüftung haben und Wärme nicht gut halten können.
  • Das Terrarium muss in der Größe der Anzahl Bewohner entsprechen.
  • Die Temperatur sollte im Bereich von 22°C bis 40°C liegen und von einer warmen Seite des Terrarium zu einer kalten Seite hin abfallen.
  • Eine oder mehrere Wetboxen - also Höhlen mit feuchtem Substrat - müssen vorhanden sein.
  • Der Standort des Terrarium muss so gewählt werden, das hohe oder niedrige Außentemperaturen keinen großen Einfluss auf die Temperatur im Terrarium haben. Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.
  • Der Bodengrund muss fest sein. Am besten ein Sand-Lehm-Gemisch oder Naturfliesen für den Boden verwenden. Loser Sand ist keine Option!
  • Eine Rückwand vergrößert den Lebensraum der Tiere und kann zusätzliche Liegeflächen, Verstecke und Temperaturzonen bieten.

Wie so ein Leo-Terrarium nun aussieht, was alles zu beachten ist und was für eine artgerechte Haltung alles benötigt wird, wird in einem anderen Artikel ausführlich erklärt.

Artikel: coming soon ...

Wo kaufe ich die Geckos am besten?

Natürlich bei mir 😉 Nein, Spaß beiseite. Die beste Bezugsquelle ist ein Züchter, der einem vor dem Kauf kompetent berät und auch nach dem Kauf für Fragen zur Verfügung steht. Wenn der Züchter in der Nähe ansässig ist, sollte eine persönliche Abholung möglich sein. Gibt es keinen Züchter in der Nähe, oder sind keine passenden Tiere dabei, ist aber auch das kein Hindernis. Viele gute Züchter bieten auch Übergaben auf Reptilienbörsen oder speziellen Tierversand an.

Von Tierhandlungen oder Großhändlern würde ich in aller Regel abraten. Es gibt zwar bestimmt die Ausnahmen, in denen ein passionierter Leopardgecko-Freak in der Reptilienabteilung einer Zoohandlung sitzt und nur darauf wartet sein Fachwissen potentiellen Kunden zu präsentieren. Meistens ist das aber nicht der Fall! Verkäufer in Tierhandlungen sind in erster Linie Verkäufer und wissen nicht zwangsläufig über jedes Bedürfnis aller angebotenen Spezies Bescheid. Kompetente Beratung kann man in solchen Läden in aller Regel nicht erwarten. Auch ist die Herkunft, die Genetik oder der Gesundheitszustand der Tiere oft nicht bekannt - man kauft also die Katze im Sack!

Was muss ich bei Neuzugängen beachten?

Neuzugänge sollten eine Quarantäne durchlaufen bevor sie in das Terrarium gesetzt werden. Diese Quarantäne dient dazu, eventuelle Krankheiten oder Parasiten zu erkennen und zu behandeln, bevor man das Terrarium damit kontaminiert oder bereits vorhandene Tiere ebenfalls ansteckt. Während dieser Zeit sollte zum einen das Verhalten der Tiere, ihr Appetit und deren Kotabsatz genau beobachtet werden, zum anderen sollte Kot gesammelt und von einem Tierarzt oder Labor auf Parasiten untersucht werden.

Wie so eine Quarantäne abläuft, auf was man achten muss und auf welche Parasiten man testen lassen sollte, erkläre ich in einem weiteren Artikel.

Artikel: Leopardgeckos in Quarantäne

Kann ich die Tiere in Gruppen halten?

Eine Gruppenhaltung, sowie eine Einzelhaltung ist bei Leopardgeckos prinzipiell möglich. Leopardgeckos bilden keine sozialen Strukturen. Ihnen sind ihre Artgenossen ziemlich egal, so lange es ihnen selbst an nichts mangelt.

Es gibt jedoch ein paar wichtige Regeln:

  • niemals zwei Männchen in ein Terrarium setzen
  • Männchen von den Weibchen getrennt halten
  • Gruppenhaltung muss nicht immer funktionieren

Männchen sind sehr territorial und greifen andere Männchen an. Daher niemals zwei oder mehrere Männchen zusammen in einem Terrarium halten! Eine solche Haltung endet immer mit schweren Verletzungen und eventuell dem Tod!

Männchen sind in der Regel sehr paarungsfreudig und gehen dabei auch nicht zimperlich mit den Weibchen um. Gerade in der Paarungszeit ist eine gemischte Haltung für die Weibchen mit sehr viel Stress verbunden. Das geht auf Dauer auf die Gesundheit der Weibchen und kann deren Lebenszeit verkürzen. Daher Männchen am besten getrennt von den Weibchen einzeln halten.

Eine Gruppenhaltung mit ausschließlich Weibchen funktioniert in der Regel gut. Es kann aber auch hier, aus Gründen die man als Halter oft nicht erkennt, zu Streitereien mit Verletzungen kommen. Für solche Fälle sollte man immer noch die Möglichkeit haben die Tiere zu trennen. Ein weiteres Terrarium wäre ideal, Quarantäneboxen sind dafür aber auch bestens geeignet.

Was man tun kann um Streiteren zu vermeiden oder wie man versuchen kann Streit zu schlichten, beschreibe ich einem ausführlicheren Artikel.

Artikel: coming soon ...

Wie gehe ich mit den Tieren am besten um?

Wie bereits erwähnt sind Leopardgeckos keine Streicheltiere. Sie fühlen sich in ihrem Terrarium am wohlsten, wenn man sie einfach in Ruhe lässt. Daher wird oft die Empfehlung gegeben die Tiere so selten wie möglich auf die Hand, oder gar aus den Terrarium zu nehmen. Das ist aber eher kontraproduktiv.

Im Falle einer Erkrankung des Tieres kann unter Umständen eine Behandlung nötig sein, für die das Tier aus dem Terrarium genommen oder sogar festgehalten werden muss. Sind die Tiere das nicht gewöhnt, kommt zusätzlich zur Erkrankung noch Stress und Panik dazu, was dem Tier unter Umständen schadet und dem Halter das Leben nicht gerade einfacher macht. Ich empfehle daher, die Tiere hin und wieder auf die Hand krabbeln zu lassen oder auch mal in die Hand zu nehmen. Dadurch lernen die Tiere diese Situation bereits kennen und zeigen im Ernstfall ein ruhigeres Verhalten.

Allerdings sollte das Handling der Tiere auf das Terrarium beschränkt sein. Umher tragen wie eine Katze, streicheln vor dem Fernseher oder frei durch die Wohnung krabbeln lassen ist dagegen völlig unnötiger Stress für die Tiere und sollte daher tunlichst unterlassen werden.

Außerdem können Leopardgeckos ihren Schwanz abwerfen. Fühlen sich die Tiere bedroht, geraten in Panik und werden dabei vielleicht auch noch festgehalten, kann es passieren, dass als Abwehrreaktion der Schwanz abgeworfen wird. In der Natur geschieht dies als letzte Maßnahme um einem Fressfeind vielleicht doch noch zu entwischen. Der Schwanz zuckt und zappelt noch eine Weile und soll den Feind beschäftigen während der Gecko entkommen kann. Gerät also ein Gecko auf der Hand in Panik, sollte man ihn nicht festhalten sondern schnellstmöglich wieder ins Terrarium setzen. In der Regel werfen Leopardgeckos ihren Schwanz nicht leichtfertig ab, da dort ihre Fettreserven gespeichert sind, aber gerade als ungeübter Anfänger sollte man es unterlassen die Tiere am Schwanz zu packen.

Was fressen Leopardgeckos?

Leopardgeckos sind Carnivore, also Fleischfresser. Mit pflanzlicher Kost können diese Tiere nicht viel anfangen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, sind aber auch allem anderen was krabbelt und ins Maul passt nicht abgeneigt - Hauptsache es zappelt!

Da das Thema "Ernährung" sehr umfangreich ist, hier zuerst eine Liste mit den am häufigsten verwendeten Futtertieren:

  • Heimchen (Acheta domesticus)
  • Steppengrillen (Gryllus assimilis)
  • Wüstenheuschrecken (Schistocerca gregaria)
  • Mehlwürmer (Larve des Mehlkäfers Tenebrio molitor)
  • Zophobas (Larve des Schwarzkäfers Tenebrionidae)
  • Argentinische Waldschaben (Blaptica dubia)
  • Bienenmaden/Wachsmaden (Larve der großen Wachsmotte Galleria mellonella oder der kleinen Wachsmotte Achroia grisella)

Zusätzlich zur proteinhaltingen Kost benötigen Leopardgeckos auch Vitamine und Mineralien, welche nicht in ausreichender Form über die Futtertiere geliefert werden. Calcium und Vitamin D3 sind hierbei besonders zu erwähnen, da ein Mangel hiervon zum Abbau des Skelettes führt und somit die Knochen weich werden und sich verformen - das typische Krankheitsbild einer Rachitis.

Was und wie viel es zu füttern gilt, welches Futter besser und welches weniger geeignet ist und welche Futterzusätze nötig sind, beschreibe ich im Detail in einem weiteren Artikel.

Artikel: coming soon ...

Wie füttert man die Tiere?

Das kommt in erster Linie darauf an was man verfüttert. Heimchen, Steppengrillen und Heuschrecken kann man einfach ins Terrarium werfen und den Leos beim jagen zuschauen. Natürlich kann in diesem Fall aber auch mal ein Insekt ausbrechen und durchs Wohnzimmer laufen. Wer das nicht möchte, kann die Tiere auch mit der Pinzette füttern. Mehlwürmer kann man in einer Schale mit hohem Rand ins Terrarium stellen aus der sich die Geckos dann nach Belieben bedienen können. Sonstige Larven und Schaben empfehle ich ausschließlich mit der Pinzette zu füttern, da diese eigentlich immer ausbrechen oder sich vor den Geckos im Terrarium verstecken und somit nicht gefressen werden.

Larven verpuppen sich nach einiger Zeit und sollten aus dem Terrarium entnommen werden, bevor daraus ein Käfer schlüpft. Diese Käfer werden von keinem Leopardgecko gefressen und gelten sogar als Vorratschädlinge. Ebenso sollte keinesfalls Bienenmaden/Wachsmaden ausbrechen, da die daraus schlüpfende Motte ein sehr unbeliebter Schädling bei jedem Imker ist.

Kleiner Tipp: Lasst die Tiere ruhig selbständig jagen, aber füttert auch hin und wieder von der Pinzette. Durch das Füttern mit der Pinzette kann man sicherstellen, dass auch wirklich jeder Gecko was zu fressen bekommen hat und man erkennt wenn ein Gecko dabei ist, der keinen Appetit hat. Appetitlosigkeit kann unter Umständen ein Indiz auf eine Erkrankung sein.

Was tun, wenn ein Gecko nicht frisst?

Oft höre ich die Frage: "Hilfe, mein Gecko frisst seit Tagen nichts mehr! Was ist da los?"

Wenn ein Tier das Futter verweigert, ist das meistens ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt - Daher ist diese Frage absolut berechtigt! Es gibt aber Phasen im Leben eines Leopardgeckos, in denen es völlig normal ist, dass das Fressen eingestellt wird.

Im Frühling setzt bei den Leopardgeckos die Paarungszeit ein. Die Paarungszeit beginnt in der Regel im April und dauert in etwas bis Juni/Juli. In dieser Zeit ist es nicht unüblich dass unverpaarte Weibchen über Wochen hinweg nichts fressen. Man erkennt die Paarungsbereitschaft auch an einem veränderten Verhalten der Tiere - Sie sind quasi "rollig". Weibchen kommen gerne auf die Hand geklettert und sie sitzen oft an der Scheibe des Terrarium und versuchen auszubrechen. Aber auch Männchen können "Liebeskummer" bekommen und für eine Weile das Fressen einstellen.

Im Herbst, meist in den Monaten Oktober und November, stellen sich die Geckos auf den bevorstehenden Winter ein. Zuvor fressen sie sich ein gutes Fettpolster an, um dann zum Winter hin langsam herunterzufahren. In dieser Phase ändert sich der Stoffwechsel der Tiere und sie können dabei auch an Appetit verlieren. Wer so ein Verhalten feststellt, sollte mit dem Tier dann auch eine Winterruhe durchführen.

Es ist zu bestimmten Jahreszeiten also normal, wenn das Fressen auch über mehrere Wochen hinweg, eingestellt wird. Man muss jedoch unbedingt den Zustand des Tieres im Auge behalten! Verliert das Tier in der Zeit rapide an Gewicht, sollte das Tier in Quarantäne und ein Tierarzt aufgesucht werden, da man von einer Erkrankung ausgehen muss. Gesunde Tiere verlieren in den genannten Phasen nämlich kaum an Gewicht. Ein Indiz für rapiden Gewichtsverlust ist die Dicke des Fettschwanzes - wird dieser merklich dünner ist es Zeit zu handeln!

Was machen die Tiere im Winter?

Leopardgeckos halten im Winter für ca. drei Monate eine Ruhepause. Diese Winterruhe ist nicht mit einem Winterschlaf zu verwechseln, da die Tiere nur ihren Stoffwechsel herunter fahren aber nicht über die komplette Zeit schlafen.

Für eine richtige Winterruhe muss man als Halter ein paar Punkte beachten:

  • nur gesunde und gut genährte Tiere in die Winterruhe schicken
  • vor der Winterruhe die Tiere auf Parasiten testen lassen
  • über die gesamte Zeit nicht füttern, aber mit frischem Wasser versorgen
  • den Zustand der Tiere im Auge behalten, sie aber nicht in der Ruhephase stören

Da zu diesem Thema die Meinungen und Empfehlungen sehr weit auseinander gehen, widme ich der Thematik einen extra Artikel.

Artikel: coming soon ...

Kann ich in den Urlaub mit Leopardgeckos?

Bei vielen Haustieren stellt sich die Frage: was mache ich im Urlaub mit den lieben Tierchen? Brauche ich einen Sitter? Kann ich sie allein lassen? Oder muss ich das Tier doch mitnehmen? Bei Leopardgeckos ist das ganz einfach: vor der Abreise gut füttern, ein paar Mehlwürmer in einer “ausbruchsicheren“ Schale ins Terrarium stellen, ein paar extra Schalen Wasser dazu und der Urlaub kann kommen. Zwei Wochen können Leopardgeckos so ohne Probleme überstehen. Bei längerer Abwesenheit sollte jedoch jemand hin und wieder frisches Wasser nachfüllen und die Tiere füttern.

Welches Equipment benötige ich?

Zum kleinen 1x1 der Leopardgeckos gehört auch eine kleine Einkaufsliste mit dem benötigten Equipment:

  • Terrarium
  • Licht und Wärme
    • entweder: Tageslichtbirne + Keramikfassung mit E27 Sockel (erzeugt auch Wärme)
    • oder: LED oder T5-Röhre als Beleuchtung + elektrische Wärmequelle
    • von UV-Lampen Rate ich bei Anfängern ab
  • Zeitschaltuhr oder Terrariensteuerung für Licht und Wärme
  • Thermometer zum messen der Temperatur im Terrarium
  • Pinzetten
    • am besten zwei, je eine für Futter und Kot
  • Calciumpulver (optional mit Vitamin D3)
  • Eine kleine Schale für das Calciumpulver
    • z.B. Teelichthalter aus Glas
  • Vitamin- & Mineralienpulver zum bestäuben von Futtertieren
    • Es sollte unbedingt Vitamin D3 enthalten sein
  • Wasserschale
  • Wetbox inkl. Kokoshumus
    • nicht kleiner als eine 1L Eisdose
    • das Kokoshumus sollte frei von Dünger sein
  • Dekoration
    • Höhlen, Wurzeln, Gräser etc.
    • Rückwand (optional, aber zu empfehlen)
  • Quarantäne-Box
    • bestehend aus: Wasserschale, Calciumschale, Wetbox
    • eventuell eine dritte Pinzette nur für Tiere in Quarantäne
  • Fauna-Box für Futtertiere, damit die Insekten länger überleben

Welche Literatur gibt es?

Wie zu jedem Hobby, gibt es auch zu den Leopardgeckos das ein oder andere interessante Buch. Hier eine kleine Liste mit Büchern die ich jedem Einsteiger ans Herz lege:

Bücher über die Haltung

  • Karsten Grießhammer & Gunter Köhler (2009) Leopardgeckos Pflege, Zucht, Erkrankungen, Farbvarianten. Herpeton Verlag

  • Friedrich Wilhelm Henkel & Wolfgang Schmidt (2009) Leopard-Geckos. Natur und Tier - Verlag GmbH

Bücher über Farbmorphe

  • Dirk Duscha & Oliver Drewes (2015) Der Leopardgecko und seine Farbvarianten. Vivaria Verlag